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In Sterben geht es um die Familie Lunies, die schon lange keine mehr ist. Erst als der Tod, der alte Bastard, auftaucht, begegnen sie sich wieder. Lissy Lunies (Corinna Harfouch), Mitte 70, ist im Stillen froh darüber, dass ihr dementer Mann langsam dahinsiechend im Heim verschwindet. Doch ihre neue Freiheit währt nur kurz, denn Diabetes, Krebs, Nierenversagen und beginnende Blindheit geben ihr selbst nicht mehr viel Zeit. Im Zentrum dieses Panoptikums der Todgeweihten aber steht ihr Sohn, der Dirigent Tom Lunies (Lars Eidinger), Anfang 40. Mit seinem depressiven besten FreundBernard (Robert Gwisdek) arbeitet er an einer Komposition namens „Sterben“ und der Name wird zum Programm. Gleichzeitig macht ihn seine Ex-Freundin Liv (Anna Bederke) zum Ersatzvater ihres Kindes, das eigentlich auch sein eigenes hätte sein können. Toms Schwester Ellen (Lilith Stangenberg) beginnt währenddessen eine wilde Liebesgeschichte mit dem verheirateten Zahnarzt Sebastian (Ronald Zehrfeld). Die beiden verbindet die Liebe zum Alkohol, denn nichts befreit mehr als ein trockener Martini. Sie verweigert es im System zu funktionieren und wählt stattdessen die Lust und den Rausch. Aber alles im Leben hat seinen Preis. (Wild Bunch Germany)

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Deutsch Ein hervorragend gedrehtes, meisterhaft geschriebenes und präzise gespieltes Requiem für schwindende Familienbindungen in fünf Kapiteln und einem Epilog, in dem komplexe Charaktere auf nicht-triviale Art ihre gegenseitigen Beziehungen und komplizierten Probleme im Zusammenhang mit Arbeit, Krankheiten, der Betreuung von Kindern und verschiedenen Formen des Sterbens in aller Kompliziertheit lösen, wie es das Leben mit sich bringt. Das raffiniert aufgebaute Erzählen verändert mit jedem weiteren Kapitel die Perspektive, erweitert den Kontext der gesamten Situation und bereichert nachträglich frühere Ereignisse um neue Details und Bedeutungen. Ein brillantes Werk über die Schlüsseleinflüsse auf die Persönlichkeitsbildung, über verschiedene Formen der Bewältigung emotionaler Qualen, aber auch über Empathie und gegenseitiges Verständnis. Viele Szenen sind denkwürdig, einschließlich einiger musikalischer, bravo. ()

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