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Der ehemalige Staatssekretär Dr. Jürgen Dillinger wollte joggen gehen, als er gezielt und wahrscheinlich von einem Profi erschossen wird. Dillinger hatte kurz zuvor in dem Untersuchungsausschuss ausgesagt, der einem Bauskandal im Umkreis von Stuttgart 21 nachgeht, und so richtet sich die Aufmerksamkeit von Thorsten Lannert und Sebastian Bootz auf die Protagonisten im Immobiliendeal „Gleisdreieck". Der ehrgeizige Architekt Busso von Mayer hatte auf dem Stuttgart-21-Gelände mit Hilfe eines indischen Investors ein visionäres Bauprojekt geplant. Es gab Schwierigkeiten mit den Baugenehmigungen, der Investor entpuppte sich als Hochstapler und das Projekt scheiterte. Busso von Mayer wurde verurteilt, sitzt als Freigänger in Haft und kann nicht verhehlen, dass er sich als Bauernopfer sieht und den politisch Verantwortlichen nicht gerade Gutes wünscht. Er hat auch Zweifel daran, dass Ausschussvorsitzende Petra Keller Licht ins Dunkel bringen wird. Trotzdem ist Busso von Mayer als Auftraggeber für einen gedungenen Mörder schwer vorstellbar. Lannert und Bootz fragen sich, wer von dem geplatzten Deal profitierte und ermitteln in ihrer in Bezug auf Stuttgart 21 leicht erregbaren Stadt. Kein Thema hat die Stadt Stuttgart in den vergangenen Jahren mehr bewegt und herausgefordert als Stuttgart 21. Vor diesem Hintergrund ließ Niki Stein sich für den „Tatort: Der Inder" einen Kriminalfall zum Thema Wirtschaftskriminalität einfallen, in dem es um Macht und Korruption im Immobiliensektor geht, um Misstrauen den großen Plänen gegenüber und den Traum vom Gestalten. (ARD)

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