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Westdeutschland, Ende der 1940er Jahre: Abend für Abend eilt Marianne Vogt, eine junge alleinerziehende Mutter, die sich als Fotolaborantin durchschlägt, zum Münchner Hauptbahnhof. Wie viele Frauen hofft sie auf die Heimkehr ihres Freundes, der seit 1944 an der Ostfront vermisst ist. Durch eine flüchtige Ähnlichkeit getäuscht, fällt sie auf dem Bahnsteig einem wildfremden Mann um den Hals. Michael Diefenbach, ein Kriegesheimkehrer, der Frau und Familie verloren hat, ist von dieser unverhofften Begegnung berührt. Er kümmert sich um die verstört wirkende junge Frau. Durch seine Vermittlung kommt es endlich zum Kontakt zwischen Marianne und Martin Jürgens, dem Vater ihres verschollenen Freundes. Als der verbitterte, zurückgezogen lebende Alte erfährt, dass er einen Enkel hat, schöpft er neuen Lebensmut. Jürgens holt Marianne und seinen Enkel “Wuschi” zu sich in die leer stehende Villa. Da Marianne und sein Sohn vor dessen Versetzung an die Front nicht mehr heiraten konnten, macht er der verhinderten Schwiegertochter einen scheinbar verlockenden Vorschlag: Marianne soll die Alleinerbin seines Vermögens werden, falls sie bereit ist, seinen Namen und damit auch den seines Sohnes anzunehmen, dessen Tod inzwischen vom Rotkreuz-Suchdienst amtlich bestätigt wurde. Außerdem soll die junge Frau urkundlich versichern, dass sie nicht mehr heiraten wird. Für Marianne ist dieses Angebot wie ein Schlag ins Gesicht – und zwar nicht nur, weil auch sie sich inzwischen in Diefenbach verliebt hat. (Verleiher-Text)

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