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Kris Kristofferson ist tot

Kris Kristofferson ist tot

30.09.2024 Autor Goldbeater


Die Welt des Films und der Musik hat eines ihrer großen Gesichter und eine ihrer markantesten Stimmen verloren. Der amerikanische Schauspieler und Country-Sänger, Songwriter und Komponist Kris Kristofferson ist im Alter von achtundachtzig Jahren gestorben. Der Gewinner eines Golden Globe und zahlreicher anderer Auszeichnungen starb am Samstag, den 28. September, in seinem Haus auf der hawaiianischen Insel Maui, teilten seine Familienangehörigen in einer gemeinsamen Trauerbekundung mit. Obwohl die Todesursache nicht bekannt gegeben wurde, hieß es, die Film- und Musiklegende sei friedlich im Kreise der Familie verstorben.


Kristofferson wurde 1936 in Brownsville, Texas, geboren. Als er noch ein kleiner Junge war, zog seine Familie nach Kalifornien. Er studierte Literatur am Pomona College in Kalifornien und besuchte später die Universität in Oxford. Seine ersten professionellen Aufnahmen entstanden unter anderem im Vereinigten Königreich. Auf Druck der Familie trat er in die Armee ein, wo er den Rang eines Hauptmanns erlangte und schließlich Literatur in West Point unterrichten sollte. Nach seiner Rückkehr in die USA verließ er jedoch die Armee, um seiner Liebe zur Musik nachzugehen, weshalb seine eigene Familie den Kontakt zu ihm abbrach. Im Jahr 1965 zog er nach Nashville, wo seine Karriere als Musiker begann.

 

Uns aber interessiert vor allem die Filmkarriere. Auf der Leinwand war er erstmals 1971 in Dennis Hoppers The Last Movie zu sehen, für den er unter anderem die Musik komponierte. Mit Filmen wie Cisco Pike und Blume in Love arbeitete er sich schnell zu Hauptrollen hoch. 1973 begann seine legendäre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sam Peckinpah, als er eine der Hauptfiguren in dem Western Pat Garrett jagt Billy the Kid spielte. Später arbeiteten sie gemeinsam an Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia und Convoy. Er spielte die Hauptrolle in Martin Scorseses Alice lebt hier nicht mehr und trat 1976 an der Seite von Barbra Streisand in der Hauptrolle des Musical-Dramas A Star Is Born auf. Für diese Rolle wurde er im folgenden Jahr mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet.

 

Außerdem spielte er die Hauptrolle in Michael Ciminos epischem Western Heaven's Gate aus dem Jahr 1980, einem berüchtigten Film, dessen Misserfolg eine der Ursachen für das Ende des „New Hollywood“ war. Es folgten Erfolge wie Die Grenzwölfe, The Last Days of Frank and Jesse James und Lone Star. In Erinnerung geblieben ist er auch durch seine Nebenrollen in Filmen wie Fire Down Below, D-Tox - Im Auge der Angst, Planet der Affen (2001) und Payback – Zahltag mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Er spielte auch in allen drei Teilen der Action-Comic-Trilogie Blade und in den Filmen Dreamer - Ein Traum wird wahr, The Jacket, Powder Blue und Mein Freund, der Delfin mit. Seine erfolgreiche Filmkarriere umfasst über hundertzwanzig Film- und Fernsehrollen, die hier nicht alle genannt werden können.

 

Für seine musikalische Karriere wurde Kris Kristofferson 2004 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen und erhielt 2015 den renommierten Lifetime Achievement Award der Recording Academy, der US-amerikanischen National Academy of Music.

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